Während unserer Haar-Dienstleistungen kommt es zu unglaublich herzlichen Gesprächen. Kunden und Frisör befinden sich oft in einem fieberhaften Dialog. Mit den neuen „speedyhair-Intertratsch“-Geschichten ermögliche ich den Besuchern meiner Website einen seltenen, kurzen und ganz persönlichen Einblick in die Alltäglichkeiten bei HOF FRISÖR + i-shop@

 

speedyhair-Intertratsch — ist eine urwüchsige Form der Informationsbeschaffung und Wissensvermittlung. Vorurteile, Halbwissen und Erfahrenes haben jede Chance verarbeitet/behandelt und bewertet zu werden. Dialog statt Frontal-Interview. Jeder kann reden, wann er will. Es gibt keine Unterbrechungen sondern willkommene Ergänzungen des fließenden Gesprächsverlaufs. „Jetzt rede ich!“ ist die andere Welt, eine muffige Parallel-Gesellschaft. Und die muss leider draußen bleiben.
 

„Frisöre sind geschwätzig, oberflächlich und unterbelichtet. Deshalb haben sie auch keinen vernünftigen Beruf erlernt. Lehrer sind faul und arbeiten deshalb nur halbtags. Psychologen wollen nur ihre furchtbare Kindheit aufarbeiten. Und während sie, meistens auf der Couch liegend, ihre persönlichen Komplexe anderen einreden, verdienen sie auch noch Geld damit.“

 

Tratsch und Klatsch sind eine feine Sache. Gut gegen Langeweile und Einsamkeit. Da ist auch immer was Wahres dran. Oder? Das wissen doch alle. Und das Gute daran ist auch, dass die Person um die es geht, davon nichts mitbekommt, denn die ist wieder einmal nicht anwesend/dabei. Kann deshalb nicht schon wieder das Gegenteil behaupten. So weit lassen wir es besser nicht kommen. Hm — ist das wirklich so schlecht, wie es im ersten Moment aussieht? Dieser gesellschaftliche Kitt ist weltweit immerhin die Nummer eins der Kommunikation unter Menschen.

Gossip gibt es für die singende Welt. Und für den Rest gibt es die im Treppenhaus auffälligen Persönlichkeiten, die pseudo-flüsternd „Wahrheiten“ austauschen. Oft mit einem Arm in einer Hüfte fest verankert und mit dem anderen wild in die Zielrichtung gestikulierend, herumfuchtelnd, beschwörend, um so dem Inhalt der Rede mehr Bedeutung zuzuwedeln.

Ich schaue mir einmal die Lehrer an. Halbtags = 12 Stunden. Ist doch gar nicht so übel. Zwölf Stunden Konzentration auch an freien Tagen, Sonn- und Feiertagen. Halbtags? Ja. Eingeklemmt zwischen Schülern und Kollegen. Bevormundet durch Erziehungspersonen, behindert durch Interessengruppen und ferngesteuert durch Lehrpläne. Ist da wirklich noch Platz für kreative Wissensvermittlung, ermutigende Persönlichkeitsförderung und für ausgleichende Erklärungen gesellschaftlicher, durch Medien gerne etwas massentauglicher zurechtgeschnittener Alltäglichkeiten?

Frisörgespräche führe ich schon seit über 43 Jahren. 38 davon professionell. Was da so geredet wurde passt in keinen Fernsehapparat. Wäre also formatsprengend. Und alle Gespräche waren sehr vertraulich und ohne Aufzeichnung für die Nachwelt, war instinktiv auch gut so. Immer im Dialog, während der Arbeit am mitgebrachten Material durchgeführt. Einmalig. Tagesfrisch. Um dann zu verschwinden. Wie schade aber auch. Davon hätte mach sich ein wenig Zeitgeschichte abschneiden können. Macht nichts. Haare und Geschichten wachsen nach. Manchmal wie Kraut und Rüben.
 

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Wir haben weder Telefonnummern, noch Adressen und auch keine anderen geheimdienstlich relevanten Daten von unseren Kunden gesammelt. Ja, außer einen Namen, können wir überhaupt nichts von unseren Kunden weitersagen. Und selbst den Namen könnte man noch in einen Avatar, ein Pseudonym, einen Decknamen umwandeln. Den brauchen wir nur für die Farbkarte. Um eine Haarfarben-Rezeptur einer Person zuordnen zu können.

Nein — einen echten Namen brauchen wir doch. Für eine persönliche Begrüßung und für unsere hauseigene beliebte Nachschneide-Option. Die kann nämlich nur an der Person durchgeführt werden, die auch wirklich hier war und gleichzeitig diesen Namen trägt. Erträgt? Interessant. Ich ertrage meinen Namen.

Hallo speedyhair-Intertratsch!

Interview, Tratsch, Klatsch. Bei HOF FRISÖR + i-shop@. Mit einer persönlichen Einladung durch den Meister selbst. Mit langjährigen und gerne sendungsbedürftigen Kunden im dreißigminütigen Audio-Interview aufgezeichnet. Fast so, wie bei einer echten speedyhair-Dienstleistung. Später im Internet auf allyoucanstyle.de veröffentlicht. Mit einer allyoucanstylischen, in unserer hauseigenen i-shop@Werkstatt kreierten Illustration der Hauptperson geschmückt, personifiziert, gewürdigt.
 

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